Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um CERNIS PRO und das eigene Netz — in ein bis drei Sätzen laienverständlich erklärt. Alphabetisch geordnet.
- ASN / Netzbetreiber
- Eine ASN (Autonome-System-Nummer) kennzeichnet ein zusammenhängendes Netz im Internet, das von einem bestimmten Betreiber verwaltet wird — etwa einem Internet-Anbieter oder Rechenzentrum. So lässt sich zu einer IP-Adresse sagen, welchem Netzbetreiber sie gehört.
- Blackbox
- Ein Werkzeug, das ein Ergebnis liefert, ohne offenzulegen, wie es zustande kommt — etwa ein bloßes „gefährlich" oder „sicher" ohne Begründung. CERNIS ist bewusst das Gegenteil: Es zeigt zu jeder Aussage die Quelle.
- CVE
- CVE (Common Vulnerabilities and Exposures) ist ein weltweit einheitliches Nummernschema für öffentlich bekannte Sicherheitslücken. Jede Lücke bekommt eine eindeutige Kennung (z. B. CVE-2024-1234), über die sich Beschreibung und Schweregrad nachschlagen lassen.
- DHCP
- DHCP ist der Dienst, der Geräten im Netz automatisch eine IP-Adresse zuweist — meist übernimmt das der Router. Ein unerwarteter, „wilder" DHCP-Server (Rogue-DHCP) kann ein Hinweis auf ein Problem oder einen Angriff sein.
- DNS
- Das DNS (Domain Name System) ist das Adressbuch des Internets: Es übersetzt einen merkbaren Namen wie beispiel.de in die zugehörige IP-Adresse, die Geräte tatsächlich zum Verbinden brauchen.
- DNS über HTTPS (DoH)
- Eine Variante des DNS, bei der die Namensauflösung verschlüsselt über eine normale Web-Verbindung läuft. Das schützt die Privatsphäre, kann aber auch dazu genutzt werden, den vorgesehenen Heim-DNS unbemerkt zu umgehen — worauf CERNIS hinweist.
- FRITZ!Box
- Eine im deutschsprachigen Raum weit verbreitete Router-Reihe. Über die offizielle TR-064-Schnittstelle kann CERNIS Detailinformationen wie Verbindungsdaten, WLAN-Clients und Portfreigaben auslesen.
- Gateway
- Der Übergang vom eigenen Netz ins nächste — im Heimnetz üblicherweise der Router. Über das Gateway läuft der gesamte Verkehr, der das lokale Netz verlässt.
- GPL
- Die GNU General Public License ist eine verbreitete Lizenz für freie Software. Sie erlaubt es, das Programm zu nutzen, den Quelltext einzusehen, ihn zu verändern und weiterzugeben. Die ausgelieferten Pakete von CERNIS PRO tragen die Angabe GPL-2.0-only — Version 2, ohne die Option auf spätere Fassungen.
- Hostname
- Der Name, unter dem ein Gerät oder ein Server im Netz angesprochen wird — etwa „wohnzimmer-tv" im Heimnetz oder ein Server-Name im Internet. Er ist für Menschen leichter zu merken als die zugehörige IP-Adresse.
- IP-Adresse (IPv4 / IPv6)
- Die eindeutige „Hausnummer" eines Geräts im Netz. IPv4 ist die ältere, knappe Form (z. B. 192.168.0.10), IPv6 die neuere mit deutlich mehr verfügbaren Adressen (z. B. 2001:db8::1). Beide dienen dazu, Datenpakete an das richtige Gerät zu leiten.
- Latenz / RTT
- Die Zeit, die ein Datenpaket zum Ziel und zurück braucht (Round-Trip-Time). Eine niedrige Latenz bedeutet eine schnelle Reaktion; hohe oder schwankende Werte deuten auf eine überlastete oder gestörte Verbindung hin.
- LLDP / CDP
- Protokolle, über die sich benachbarte Netzwerkgeräte gegenseitig „vorstellen". CERNIS nutzt sie, um im Topologie-Bild echte, gemessene Verbindungen von sinnvoll angenommenen zu unterscheiden.
- MAC-Adresse
- Eine fest in die Netzwerk-Hardware eines Geräts eingebaute Kennung. Anders als die IP-Adresse ändert sie sich normalerweise nicht und lässt oft schon auf den Hersteller des Geräts schließen.
- Netzwerk-Scan
- Ein aktives Durchsuchen des eigenen Netzes nach erreichbaren Geräten. Dabei wird ermittelt, welche Geräte online sind, welche Dienste sie anbieten (offene Ports) und teils, welches Betriebssystem sie nutzen.
- Passive Beobachtung
- Das reine Mitlesen des ohnehin vorhandenen Netzverkehrs, ohne selbst aktiv Anfragen zu erzeugen. Das ist schonend fürs Netz und unauffällig — im Gegensatz zum aktiven Scannen oder „Befragen" von Geräten.
- Ping
- Ein einfacher Erreichbarkeitstest: Man schickt einem Ziel ein kleines Signal und misst, ob und wie schnell es antwortet. „Kein Ping" bedeutet meist, dass das Ziel nicht erreichbar ist.
- Port
- Eine nummerierte „Tür" an einem Gerät, hinter der jeweils ein bestimmter Dienst lauscht (z. B. eine Webseite auf Port 443). Offene Ports zeigen, welche Dienste ein Gerät nach außen anbietet.
- Privilege Separation
- Ein Sicherheitsprinzip, bei dem nur ein kleiner, spezialisierter Teil eines Programms erhöhte Rechte trägt — nicht die ganze Anwendung. So bleibt die Angriffsfläche klein. CERNIS nutzt dafür einen schlanken Helfer.
- RDAP / WHOIS
- Öffentliche Auskunftsdienste, über die sich zu einer IP-Adresse oder einem Domainnamen Verwaltungsangaben abrufen lassen — etwa der zuständige Netzbetreiber. RDAP ist die modernere, maschinenlesbare Nachfolge von WHOIS.
- Router
- Das zentrale Gerät, das das Heimnetz mit dem Internet verbindet und den Verkehr zwischen den Geräten und nach außen vermittelt. Es ist typischerweise zugleich das Gateway des Netzes.
- SNI
- Server Name Indication: Beim Aufbau einer verschlüsselten Verbindung wird der angesteuerte Hostname noch unverschlüsselt mitgeschickt. Daran erkennt CERNIS passiv, wohin ein Programm spricht — ohne den Inhalt der Verbindung anzutasten.
- SPAN- / TAP-Port
- Spezielle Anschlüsse an professioneller Netzwerk-Hardware, über die sich der gesamte Verkehr für eine Analyse „abzweigen" lässt. Ernsthaftes passives Monitoring mit Profi-Werkzeugen setzt oft so etwas voraus — CERNIS kommt bewusst ohne aus.
- Telemetrie
- Das automatische Senden von Nutzungs- oder Diagnosedaten an den Hersteller im Hintergrund. CERNIS verzichtet vollständig darauf: Es gibt keine Telemetrie, keine Absturzberichte an einen Server, keine Werbe-IDs.
- Topologie
- Das Bild davon, wie die Geräte im Netz miteinander verbunden sind. CERNIS stellt es sternförmig dar — das Gateway im Zentrum, die Geräte ringsum.
- TR-064
- Eine offizielle Schnittstelle vieler Router (u. a. der FRITZ!Box), über die sich Konfigurations- und Statusdaten strukturiert auslesen lassen. CERNIS nutzt sie für die FRITZ!Box-Detailansicht.
- Traceroute
- Ein Diagnose-Werkzeug, das den Weg eines Datenpakets zu einem Ziel Station für Station (Hop für Hop) sichtbar macht — inklusive der Länder und Netzbetreiber, durch die es reist.