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Funktionen

CERNIS PRO folgt dem natürlichen Ablauf: erst sehen, was da ist, dann einer Sache auf den Grund gehen, festhalten, weitergeben — alles nach den Regeln des Anwenders. Hier der vollständige Funktionsumfang, gegliedert in fünf Bereiche.

Zu jedem Funktionsbereich gehört eine eingebaute Hilfe in klarer Sprache — auf Deutsch und Englisch.

Beobachten

Was ist da und was passiert gerade — Scan, Topologie, Verkehr, Monitoring, SNI.

Die Ergebnistabelle eines Scans: je Gerät IP, MAC, Hersteller, Hostname, offene Ports, Betriebssystem, Antwortzeit und weitere Spalten.
Netzwerk-Scan
Erreichbarkeit und Antwortzeit der voreingestellten und selbst ergänzten Ziele als Live-Diagramm, mit sofortiger Anzeige von Ausfällen.
Live-Monitoring
Die Außenkontakte dieses Rechners — passiv beobachtet, kein netzweiter Blick: mit welchen externen Gegenstellen gesprochen wird, wahlweise nach Betreiber, Land oder Programm geordnet. Auf Wunsch zeichnet CERNIS die Beobachtungen dauerhaft auf.
Außenkontakte

Lage-Überblick

Die Startseite fasst die Lage des Netzes auf einen Blick zusammen: Status, Schnellzugriffe, Hinweise, neue CVE-Treffer und Live-Kennzahlen. Der Schnellzugriff ist dynamisch — er rückt die vom Anwender am häufigsten geöffneten Funktionen nach vorne, ganz ohne Konfiguration.

Netzwerk-Scan

Das Herzstück: Ein Scan durchsucht das Netz nach aktiven Geräten, ermittelt offene Ports und erkennt Dienste und Betriebssystem. Der Fortschritt erscheint live. Das Ergebnis ist eine übersichtliche Tabelle — IP, MAC, Hersteller, Hostname, offene Ports, OS und Antwortzeit für jedes Gerät.

Fakten und Bewertung getrennt

CERNIS trennt sauber zwischen Fakten (neu, geändert, neuer Port) und Bewertungen (auffällig, kritisch). Beide Markierungen bleiben getrennt, damit gleichzeitig sichtbar ist, was sich verändert hat und wie es einzuschätzen ist — ohne dass das eine das andere übertönt.

Befunde quittieren

Einen geprüften und für unbedenklich befundenen Port kann der Anwender quittieren. Er verschwindet aus der aktiven Warnung, bleibt aber nachvollziehbar protokolliert. So sammeln sich keine Dauerwarnungen an, und die Einschätzungen des Anwenders gehen nicht verloren.

Geräte-Detailansicht

Zu jedem Gerät: ob bekannt, neu oder verändert, welche Ports offen sind, in welchem Zusammenhang es im Netz steht. Es lässt sich einordnen (vertraut / neutral / beobachten) und mit eigenen Notizen versehen.

Topologie-Graph

Das Netz als sternförmiges Bild: das Gateway im Zentrum, die Geräte ringsum. Durchgezogene Linien sind tatsächlich gemessen (LLDP/CDP), gestrichelte sinnvoll angenommen. Wahlweise nur die Geräte des letzten Scans oder alle je bekannten.

Verkehr pro App

Zeigt, welche Programme gerade Verbindungen ins Netz haben und wie viel Daten fließen — nach verursachender Anwendung geordnet. Die Aktualisierung läuft automatisch oder auf Knopfdruck, ganz wie der Anwender es möchte.

Namen statt IP-Adressen

Auf Wunsch löst CERNIS die nackten IP-Adressen der Gegenstellen in lesbare Namen auf — nur auf Anforderung, im Hintergrund nachgeladen.

Angefragte Hostnamen (SNI)

Erfasst passiv, welche Internet-Adressen die eigenen Programme ansteuern — selbst bei verschlüsselten Verbindungen — und ordnet sie dem verursachenden Programm zu. So wird sichtbar, wohin eine App spricht, ohne den Inhalt anzutasten. Die Livedaten bleiben flüchtig und verschwinden wieder. Wer die daraus abgeleiteten Hostnamen behalten möchte, schaltet dafür die Aufzeichnung der Außenkontakte ein.

Prozess-Sicht

Listet laufende Programme mit ihrem Pfad und weist dezent darauf hin, wenn ein Programm sich möglicherweise als etwas anderes ausgibt — ein leiser, aber wichtiger Hinweis auf Ungewöhnliches.

FRITZ!Box-Detailansicht

Wer eine FRITZ!Box nutzt, bekommt über die offizielle TR-064-Schnittstelle eine reichhaltige Detailansicht: Verbindungsdaten, DSL-Werte, WLAN-Clients, Ereignisprotokoll und Portfreigaben — an einem Ort, ohne sich durchs Router-Menü zu klicken.

Netzwerk-Schnittstellen

Zeigt die Netzwerk-Schnittstellen des eigenen Rechners mit ihrem tatsächlichen Status und hebt die hervor, über die der Hauptverkehr läuft.

Live-Monitoring

Überwacht laufend Erreichbarkeit und Antwortzeit der erkannten Gateways sowie zweier fest voreingestellter Internet-Referenzen — Google Public DNS (8.8.8.8) und Cloudflare DNS (1.1.1.1) — und zeigt Ausfälle sofort an, mit Live-Diagramm und optionalem Ton-Signal. Dafür schickt CERNIS in kurzen Abständen eigene Prüfanfragen an diese Ziele. Eigene Ziele lassen sich ergänzen.

Langzeit-Aufzeichnung

Zeichnet die Erreichbarkeit eines Ziels über einen gewünschten Zeitraum dauerhaft auf. Sie läuft nur, wenn sie bewusst eingerichtet wird, und übersteht einen Neustart — ideal, um sporadische Aussetzer über Stunden oder Tage dingfest zu machen.

Schwellwert-Alarme

Eine Aufzeichnung kann alarmieren, wenn ein Ziel zu langsam wird oder ausfällt. Die Bedingung muss mehrfach hintereinander zutreffen — kein Fehlalarm bei einem einzelnen Ausreißer.

Untersuchen

Einer Sache auf den Grund gehen — Diagnose, Schwachstellen, Gegenstellen auflösen.

DNS-Abfrage & Routenverfolgung

Prüft, ob ein Name korrekt aufgelöst wird (DNS), und welchen Weg Datenpakete bis zu einem Ziel nehmen (Traceroute) — die klassischen Diagnose-Werkzeuge, verständlich aufbereitet.

Route mit Land und Netzbetreiber

Zeigt den Weg zu einem Internet-Ziel als Liste von Stationen (Hops), jeweils mit Land und Netzbetreiber (ASN). Auf Wunsch lässt sich der genaue Betreibername nachladen. So wird sichtbar, durch welche Länder und Netze die eigenen Daten reisen.

Externer IP- und Port-Check

Zeigt die öffentliche IP-Adresse von außen und prüft, ob ein bestimmter Port von außen erreichbar ist — mithilfe eines externen Hilfsdienstes. Nützlich, um zu verstehen, wie das eigene Netz aus dem Internet aussieht.

Suche nach Rogue-DHCP-Servern

Sucht nach Geräten, die unerlaubt Netzwerk-Adressen verteilen. Ein unbekannter solcher Server kann ein Zeichen für ein Problem oder einen Angriff sein — CERNIS macht ihn sichtbar.

Dienst-Kennung abholen (Banner)

Viele Dienste verraten beim Verbindungsaufbau freiwillig, was sie sind. Diese Funktion holt diese Kennung ab, um einen offenen Port besser einordnen zu können.

Gegenstelle auflösen

Sammelt aus mehreren Quellen Fakten zu einer IP-Adresse: Name, Netzbetreiber, Land, Zertifikat. Jede Angabe wird mit ihrer Quelle gezeigt, ohne Bewertung — das Kernprinzip in Reinform. Der Anwender bekommt die Fakten und entscheidet selbst.

Schwachstellen-Monitoring (CVE)

Gleicht die erkannten Dienste der bekannten Geräte laufend mit öffentlichen CVE-Einträgen ab und zeigt jeden Treffer mit Schweregrad, Datum und Beschreibung, sortierbar nach Schwere oder Gerät. Die Einträge dazu holt CERNIS selbsttätig aus einer öffentlichen Schwachstellen-Datenbank im Internet, sobald ein Abgleich fällig ist. Neue Treffer werden besonders gekennzeichnet. Was dabei erscheint, sind Hinweise zur Prüfung, keine bestätigten Verwundbarkeiten: Ein Treffer sagt nichts darüber aus, ob ein Gerät tatsächlich angreifbar ist — dazu gehört immer eine eigene Prüfung.

Standardzugangs-Prüfung (Opt-in)

Eine bewusst scharf gestaltete Sonderfunktion: Sie prüft geräte- und modellbasiert, ob ein Gerät noch mit Standard-Zugangsdaten (Werkspasswort) erreichbar ist — eine der häufigsten realen Lücken im Heimnetz. Streng als Opt-in gestaltet, mit Sicherheitsvorkehrungen (Session-Freigabe, Beschränkung aufs Privatnetz, Ratenbegrenzung).

Netzweiter DNS-Wächter & Vertrauensmodell

Erkennt, wenn ein Gerät (TV, IoT, Handy) den vorgesehenen Heim-DNS umgeht und heimlich einen anderen DNS-Server anspricht. Dazu ein Vertrauensmodell: CERNIS listet die beobachteten DNS-Server, gruppiert sie nach Art (Router / lokal / extern) und lässt den Anwender festlegen, welchem Server er vertraut.

Reporting

Festhalten und weitergeben — sechs Berichtstypen als PDF, CSV oder JSON.

Ein Netzwerk-Sicherheitsbericht mit der „Netz-Gesundheit"-Kennzahl (0–100), sauber gegliedert.
Sicherheitsbericht

Sechs Berichtstypen

Netzwerk-Sicherheitsbericht (mit „Netz-Gesundheit"-Kennzahl 0–100), Bestandsbericht, CVE-Bericht, Außenkontakte-Bericht, DNS-Wächter-Bericht und Verhaltensprofil-Bericht. Jeder Bericht ist sauber gegliedert, trägt Logo und Erstellungsdatum. Er beschreibt und ordnet ein — die Bewertung bleibt beim Anwender.

Exportieren

Über die Berichte hinaus lassen sich Scan-Ergebnisse und Analyse-Befunde jederzeit als CSV, JSON oder PDF speichern — zum Archivieren, Weitergeben oder für eigene Auswertungen. Der Speichern-Dialog ist der native Dialog des Betriebssystems; der Anwender bestimmt, wohin.

Einstellungen

Alles nach den Regeln des Anwenders — Analyse-Regeln, Sprache, Aussehen, Alarme.

Die Einstellungen: eigene Analyse-Regeln, Portlisten und Sprache — alles nach den Regeln des Anwenders.
Einstellungen

Analyse-Regeln selbst anpassen

Der Anwender bestimmt selbst, was als auffällig gilt: welche Ports kritisch sind, ab wie vielen offenen Ports gewarnt wird, welche Regeln überhaupt aktiv sind. Eigene Portlisten lassen sich aus einer Datei einlesen. CERNIS liefert sinnvolle Voreinstellungen — aber das letzte Wort hat der Anwender.

Allgemeine Einstellungen

Sprache (Deutsch / Englisch, sofort umschaltbar, inklusive Handbuch), Erscheinungsbild (hell / dunkel, jederzeit per Schalter), automatische Aktualisierung und Startseiten-Bereiche. Alles wird sicher in einer Datenbank gespeichert — der Anwender muss nie an Konfigurationsdateien hantieren.

Benachrichtigungen

CERNIS kann bei bestimmten Ereignissen benachrichtigen — als Desktop-Hinweis und, wenn eingerichtet, per E-Mail. Die E-Mail-Zugangsdaten werden sicher abgelegt.

Grundlagen

Ehrlichkeit als Prinzip — was unter der Oberfläche für Verlässlichkeit sorgt.

Erkennung vorhandener Werkzeuge

CERNIS prüft, welche systemnahen Netzwerk-Werkzeuge auf dem eigenen Rechner verfügbar sind, und sagt ehrlich, wenn etwas fehlt — statt eine Funktion stillschweigend zu verschlucken.

Erweiterte Rechte, sauber getrennt

Einige tiefe Funktionen (etwa das passive Mitlesen für SNI) brauchen erweiterte Systemrechte. Fehlen diese, sagt CERNIS das ehrlich und bietet den normalen Weg an — es nimmt sich niemals heimlich Rechte. Nur ein schlanker, spezialisierter Helfer trägt die nötige Berechtigung, nicht die gesamte Anwendung (Privilege-Separation).