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CERNIS PRO ist eine native Desktop-Anwendung — kein Browser-Tool, kein Web-Dienst. Sie bringt alles Nötige mit; Installation ist ein Ein-Zeilen-Befehl bzw. ein Doppelklick.

Systemvoraussetzungen

  • Ein laufender Desktop (grafische Oberfläche) wird benötigt.
  • Die passiven Beobachtungsfunktionen (etwa die SNI-Erfassung) brauchen erweiterte Systemrechte. CERNIS richtet das über einen schlanken, spezialisierten Helfer ein und weist darauf hin, falls etwas fehlt.
  • Die Anwendung bringt ihre Abhängigkeiten mit; unter Linux zieht die Installation nötige Systemwerkzeuge als Paketabhängigkeiten mit.
  • Unter Windows wird für das Mitlesen von Netzwerkpaketen zusätzlich Npcap benötigt. Npcap ist nicht Bestandteil von CERNIS PRO und wird nicht mitgeliefert; der Anwender bezieht und installiert es selbst beim Hersteller. Npcap steht unter einer eigenen Lizenz, die nicht quelloffen ist und die Zahl der Installationen für die kostenfreie Nutzung begrenzt. Unter Linux und macOS wird Npcap nicht benötigt.

Unterstützte Systeme

  • Windows 10 oder 11, 64 Bit (x64 oder ARM64)
  • macOS: aktuelle Fassungen auf Apple Silicon
  • Debian 12 und neuer, Ubuntu 22.04 LTS und neuer samt aufbauenden Distributionen
  • Fedora, RHEL, Rocky Linux und AlmaLinux ab Fassung 10, openSUSE Leap 16 und Tumbleweed
  • jeweils x86-64 und ARM64

Nicht unterstützt

  • RHEL 9 und älter samt Ablegern
  • Ubuntu 20.04 und älter, Debian 11 und älter
  • 32-Bit-Systeme
  • Flatpak und Snap

Auf RHEL, Rocky Linux und AlmaLinux 10 sind vor der Installation zwei Schritte nötig:

sudo /usr/bin/crb enable
sudo dnf install epel-release
Für diese Fassung sind bekannte Einschränkungen dokumentiert.

Verfügbare Dateien

Die Prüfsumme dient dazu, einen unvollständig oder fehlerhaft übertragenen Download zu erkennen; ein Nachweis der Herkunft ist sie nicht. Unter Linux und macOS legt der Anwender die Prüfsummendatei in dasselbe Verzeichnis wie die Datei und führt dort den Prüfbefehl aus; die Ausgabe „OK“ bedeutet, dass die Datei vollständig übertragen wurde. Unter Windows gibt der Prüfbefehl den Hash der Datei aus; er ist mit dem im Block angezeigten Wert zu vergleichen. Stimmen beide überein, wurde die Datei vollständig übertragen.

Nach der Installation erscheint CERNIS PRO im Anwendungsmenü und lässt sich wie jedes andere Programm starten. Die Befehle laufen ohne Nacharbeit, sobald die heruntergeladene Datei im aktuellen Verzeichnis liegt.

Linux

Ein AppImage ist nicht mehr vorgesehen; zu nutzen sind die Pakete .deb oder .rpm.

Das Installationspaket richtet die Netzwerk-Berechtigung für den Mitschnitt-Helfer selbst ein. Schlägt das fehl, meldet die Installation das ausdrücklich.

Windows

Für das Auslesen echter Domainnamen und den Paketmitschnitt wird Npcap benötigt. CERNIS PRO installiert es nicht mit; fehlt es, benennt die Anwendung das und bietet die Nachinstallation an. Zu Bezug und Lizenz siehe die Systemvoraussetzungen.

macOS

Beim ersten Öffnen der Außenkontakte fragt CERNIS PRO einmalig nach Zustimmung zum passiven Mitlesen der Domainnamen. Die Zustimmung lässt sich jederzeit widerrufen.

Quelltext

Was CERNIS PRO in dieser Fassung mitbringt und welche Arbeit dahintersteckt, steht nachvollziehbar im Changelog.

Bekannte Einschränkungen

Diese Punkte sind bekannt und in Arbeit. Sie stehen hier, damit der Anwender sie vor dem Herunterladen kennt und nicht selbst entdecken muss.

Die Aufstellung bezieht sich auf Fassung 2.1.2.

Windows: Der Virenschutz kann den Start blockieren

Beobachtung:
CERNIS PRO ist auf Windows nicht mit einem Herausgeberzertifikat signiert. Manche Virenschutzprogramme blockieren daraufhin den Start oder die Paketaufzeichnung.
Auswirkung:
Das Programm muss gegebenenfalls von Hand freigegeben werden.
Zusage:
Über ein Zertifikat ist noch nicht entschieden. Sobald die Entscheidung gefallen ist, wird sie hier bekanntgegeben.

openSUSE: Das RPM-Paket ist nicht signiert

Beobachtung:
zypper verweigert die Installation unsignierter Pakete standardmäßig.
Auswirkung:
Die Installation gelingt nur, wenn die Signaturprüfung für dieses Paket bewusst übergangen wird. Die anderen RPM-Distributionen nehmen dasselbe Paket mit einer Warnung an.
Zusage:
Eine eigene Paketsignatur ist vorbereitet und kommt in einer der nächsten Fassungen.

openSUSE: Die Routenmessung fällt aus

Beobachtung:
Das benötigte Systemwerkzeug liegt dort außerhalb des Suchpfads, in dem CERNIS PRO es erwartet.
Auswirkung:
Die Anzeige des Netzwegs zu einer Gegenstelle bleibt leer; alle übrigen Funktionen arbeiten.
Zusage:
Behebung in der nächsten Fassung.

Windows: Beim Deinstallieren bleibt ein Programmteil zurück

Beobachtung:
Der Deinstaller kennt den Mitschnitt-Helfer nicht und beendet ihn nicht zuverlässig.
Auswirkung:
Nach dem Deinstallieren kann eine Programmdatei gesperrt zurückbleiben; ein Neustart des Rechners löst das.
Zusage:
Behebung in der nächsten Fassung.

Entfernte Geräte können im Schwachstellen-Abgleich noch einmal auftauchen

Beobachtung:
Werden Geräte über „Nach Netz aufräumen“ entfernt, trägt der Schwachstellen-Abgleich sie kurz darauf noch einmal nach — er stützt sich auf das Ergebnis des letzten Scans, nicht auf die Geräteliste.
Auswirkung:
Die entfernten Geräte erscheinen im CVE-Abgleich erneut, und die Zahl der betroffenen Geräte ist dort zu hoch. Die Geräteliste selbst bleibt korrekt, und ein neuer Scan bereinigt den Zustand.
Zusage:
Behebung in der nächsten Fassung.

Geplante Scans laufen, ihr Ausgang ist aber nicht sichtbar

Beobachtung:
Wiederkehrende Aufgaben lassen sich anlegen, und CERNIS PRO merkt sich seit dieser Fassung auch, wie der letzte Lauf ausgegangen ist — es gibt aber noch keine Ansicht dafür.
Auswirkung:
Ob ein geplanter Lauf erfolgreich war, ist derzeit nur indirekt an den Ergebnissen zu sehen.
Zusage:
Eine Zeitplan-Ansicht ist vorgesehen.

Zwei Geräteangaben können sich unterscheiden

Beobachtung:
Der Sicherheitsbericht und der Schwachstellen-Abgleich zählen Geräte unterschiedlich — ein Gerät ohne erkannte Hardware-Adresse zählt im einen mit, im anderen nicht.
Auswirkung:
Die beiden Zahlen können um wenige Geräte auseinanderliegen.
Zusage:
Die Zählweisen werden vereinheitlicht, sobald entschieden ist, welche der beiden die richtige ist.

Nach dem Deinstallieren bleiben die Daten liegen

Beobachtung:
Eine normale Deinstallation entfernt das Programm, nicht jedoch die persönlichen Anwendungsdaten wie Scans und Einstellungen.
Auswirkung:
Die Daten bleiben in den benutzerspezifischen Anwendungsdaten-Verzeichnissen erhalten. Unter Linux nennen die DEB- und RPM-Pakete die beiden Pfade beim Entfernen in der Konsole.
Zusage:
Wer vorher aufräumen möchte, findet unter „Verwaltung → Daten löschen“ den Punkt „Werkszustand“. Er löscht einen Teil der gespeicherten Ergebnisse und Einstellungen. Gespeicherte Zugangsdaten sowie PCAP-, Backup- und Logdateien können erhalten bleiben; ein restloses Zurücksetzen auf den Stand einer frischen Installation ist er also nicht. Wer wirklich alles entfernen will, löscht anschließend die CERNIS-Anwendungsdatenverzeichnisse seines Benutzerkontos von Hand.

NVIDIA-Grafik unter Wayland

Beobachtung:
Auf Systemen mit NVIDIA-Grafik unter Wayland konnte der Start abbrechen.
Auswirkung:
Das Programmfenster erschien nicht.
Zusage:
Eine Behebung ist eingebaut, aber noch nicht auf einer Maschine mit dieser Zusammenstellung bestätigt.